Meine Stellungnahme
zum Artikel von Herrn Volker Siefert, HR

1. Asia Bibi

Ich habe niemals gesagt, dass ich die Frau Asia Bibi in der Todeszelle besucht habe. Es gibt in der FAZ widersprüchliche Aussagen von ihrem Anwalt. Außerdem gibt es schon Videos, wenn man genauer recherchiert, dass Journalisten, Politiker und Menschenrechtler Asia Bibi im Gefängnis besucht haben. Man darf den Quellenschutz niemals vergessen. Ich habe mit deutschen Journalistenkollegen ein Atomreaktor im Iran besucht. Ich habe Naveed Baloch für den Spiegel in Berlin gefunden, da die Behörden ihn versteckt haben. Und habe mit Journalistenkollegen radikale Islamschulen in Islamabad besucht. Da darf man die Quellen nicht nennen. Was in pakistanischen Gefängnissen möglich ist, wissen nur die Leute, die schon mal vor Ort waren.

2. Salafisten-Ausbildung in Leipzig

Die Leipziger Al Rahman Moschee beobachte ich seit 2015. Da braucht man nur die Berichte des Verfassungsschutzes von 2015 bis heute zu lesen. Herr Döring vom sächsischen Verfassungsschutz sagt uns gegenüber: „Ein herausragender Ort salafistischer Bestrebungen in Sachsen ist die Al Rahman-Moschee in Leipzig, deren Protagonist Imam Hassan Dabbagh ist.“
Die Al Rahman – Moschee ist für mich weiterhin ein Ausbildungsplatz, aber damit meine ich keine Ausbildung zur Erlangung eines IHK Zertifikats.

3. Zum Thema Moscheen

Von 2015 bis heute habe ich in Europa 250 Moscheen besucht. Für meine Recherchen habe ich nur die Moscheen ausgesucht, die problematisch sind. Ein Beispiel: In Graz gibt es 26 Moscheen, die man zehn Minuten mit PKW erreichen kann. Und um den Hamburger Bahnhof herum gibt es ca. 25 Moscheen, die man zu Fuß in zehn Minuten erreichen kann. Und in Berlin gibt es insgesamt 100 Moscheen. Dafür musste man aber auch mal in den Moscheen gewesen sein. Es gibt dieses Problem, dass V-Leute des Verfassungsschutzes als Doppelagent arbeiten.

4. Interview abgebrochen

Herr Volker Siefert hatte mich als Kollegen für ein Interview zu meinem Buch angefragt. Infolge dieser Befragung hat er mir jedoch Fragen gestellt, die nichts mit dem Buch zu tun hatten und die sehr heikle Themen zu meinen verdeckten Recherchen betreffen, z.B. zur Leipziger Moschee, die gar nicht in dem Buch vorkommen. Als ich festgestellt habe, dass ich für die Beantwortung der Fragen mehr Zeit benötige und dass das Ganze für mich persönlich und meine Quellen gefährlich werden könnte, habe ich darum gebeten, dass das Interview nicht weiter geführt wird. Generell bin ich trotz meines obligatorischen Quellenschutzes bereit, mich auch kritischen Fragen zu stellen.

Aber ich habe in meiner journalistischen Karriere noch niemals erlebt, dass man eigene Journalistenkollegen zuhause so hintergeht.

Für meine im Buch gemachten Angaben verfüge ich über Videos, Belege und Verträge. Diese sind nach den erhobenen Vorwürfen von einem neutralen Journalisten geprüft und auf Stimmigkeit mit den Darstellungen im Buch hin verglichen worden. Alle Schilderungen sind, bis auf kleine Abweichungen aus taktischen Gründen, korrekt, bescheinigte der Frankfurter Journalist und DJV-Mitglied Norbert Dörholt. Nachstehend einige Angaben zu seiner Person aus Artikeln, die anlässlich seines 70. Geburtstages in mehreren Frankfurter Zeitungen erschienen sind, um Rückschlüsse auf seine Reputationsfähigkeit ziehen zu können:

„Es war der erste Arbeitstag im Januar 1972, als der damals 22-jährige im Trachtenanzug und ein gutturales Bajuwarisch sprechend die Räume der Lokalredaktion der Frankfurter Neuen Presse in der Frankenalle, 3. Stock gleich gegenüber dem Aufzug, betrat. Seine Kolleginnen und Kollegen bestaunten ihn als exotischen Import aus dem Bayerischen Wald. Denn von dort, drauß´ vom Walde, kam er her. Bei der Mittelbayerischen Zeitung (MZ) in Regensburg hatte er volontiert, leitete schon als Volontär ein Kopfblatt der MZ, die „Kötztinger Umschau“, wurde dann stellvertretender Lokalchef des größeren „Bayerwald-Echo“ in Cham und kam, ja, nach einer in fürchterlicher Handschrift geschriebenen Bewerbung nach Frankfurt zur Neuen Presse. Ein heftiger Struktur- und Mentalitätswandel also.

Dort blieb er bis zum 1.1.1981. Dann wechselte er in die Öffentlichkeitsarbeit der Hoechst AG, war dort Chef vom Dienst und Unternehmenssprecher, bis ihn im September 1998, als sich das Unternehmen zusehends auflöste, das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher nach Neu Isenburg holte.

Ab 2001 arbeitete er dann freiberuflich, schrieb Geschäftsberichte, u. a. für den Verband der Chemischen Industrie (VCI), machte die Mitarbeiterzeitung der Firma Braun, die Kundenzeitung „Treffer“ von Lotto Hessen und den Internetauftritt der Deutschen Krebsgesellschaft. Daneben war er lange Jahre Pressesprecher der größten Orthopädischen Universitätsklinik Europas in Heidelberg und zeitgleich einige Jahre zusätzlich Pressesprecher der auf Wirbelsäulenoperationen spezialisierten Galenus-Klinik in Stuttgart.

Mit dem Eintritt ins Rentenalter hatte Dörholt dann endlich Zeit, sich seinen privaten und ehrenamtlichen Aktivitäten intensiver zu widmen. Zeitlebens war er sozial engagiert, u. a. als Vertrauensmann, gewählter „Kümmerer“ (auch das gibt es) und Sicherheitsbeauftragter in der Hoechst AG. Seit über 30 Jahren gehört er der Gewerkschaft der Journalisten, dem Deutschen Journalistenverband (DJV) an, dem weltweit stärksten Journalistenverband übrigens. Nach vielen Jahren als stellvertretender Vorsitzender des 1.400 Mitglieder zählenden Frankfurter DJV-Ortsverbandes, als Mitglied des Fachausschusses Europa im Hessischen Landesverband, bei dessen Verbandstagen er mehrfach als Sitzungspräsident fungierte, und als Delegierter der DJV- Bundesverbandstage gab er schließlich bei der letzten Hauptversammlung des Ortsverbands Frankfurt aus Altersgründen seine Ämter ab. Mit einem Präsent und herzlichem Beifall dankten ihm die Mitglieder für seine Tätigkeit. Auch aus dem „Förderverein Rudolf-Pichlmayer-Stiftung“, in dem er Schriftführer war, und dem „Verein der Freunde Paul Ehrlichs“ ist er mittlerweile aus Altersgründen ausgeschieden, gehört aber nach wie vor noch dem Vorstand des 11.000 Mitglieder zählenden Bundesverbandes für Patienten- und Versicherteninteressen „Das PatientenForum“ e.V. an.

Es gibt noch eine sehr ausführliche und detailreiche Stellungnahme zu den im Buch geschilderten Fakten, die ich, Shams Ul Haq, Interessenten auf Anfrage gerne zumaile.